Damen – Spielbericht
05.07.2014 18:00h  Poststadion / Berlin
Spreewölfe Berlin I vs Crash Eagles Kaarst I  7 : 6 (3:0, 3:2, 1:4)
Geschrieben von Damennews,  Samstag, 12. Juli 2014

 

Erneut konnte das Eagles Damenteam einen großen Rückstand aufholen, doch am Ende überschattete die Partie etliche fragwürdige Schiedsrichterentscheidungen.
Nachdem das Hotel bezogen war und man Mittags noch gemeinsam Essen war, machte man sich auf den Weg ins Stadion.Frühzeitig am Morgen machte man sich auf den Weg in die Hauptstadt.
1200 km legten die Damen für dieses Spiel zurück, um am Ende feststellen zu müssen, dass jedes Drittel zählt und nicht nur das letzte. Wie bereits im Spiel gegen die Düsseldorf Rams konnte man im letzten Drittel nochmal sehr gut zulegen, doch der mehr als verdiente Ausgleich wollte dank einer außerordentlichen Torhüterleistung auf Berliner Seite und etlichen fragwürdigen Entscheidungen eines Schiedsrichters des Schiedsrichtergespannes nicht fallen. So wurde trotz eingeklemmten Balles einer Berliner Spielerin in den letzten 2 Minuten kein Penalty gegeben.Weitere fragwürdige Zeitstrafen begleiteten das Spiel über die gesamte Distanz.
Das erste Drittel war sicherlich auch kein mustergültiger Start der Eagles. Besonders der Betonboden in der überdachten Freiluftanlage machte den Damen zu schaffen. Ein ständiges wegrutschen, Probleme bei Antritt, all dies führte sicherlich nicht zum optimalen Start in die Partie.
So war Berlin in den ersten 20 Minuten klar dominierend und brachte den Ball auch 3x im Tor von Sina Borns unter.


Ein 0:3 Rückstand für die Damen, sicherlich nichts Neues in dieser Saison. Aber Berlin legte gleich weiter vor und ging mit 5:0 in Führung. Die für Sina Borns nun im Tor spielende Julia Jewasinski konnte sich mehrmalig mit einigen Saves auszeichnen, war aber auch bei den Gegentreffern 4 und 5 machtlos.
Hatte sich das Team aufgegeben? War die Anreise in mehren Kleinbussen zu strapaziös?
Die Eagles Damen antworten in der 34. Minute, als Sarah Kazubek in Überzahl ein Zuspiel von Pia Clauberg nutzen konnte. Berlin legte gleich wieder vor und traf 3 Minuten später erneut und stellte den alten 5 Tore Abstand wieder her. Kaarst wachte nun auf, es wurden wieder die Zweikämpfe gesucht, die Bodenverhältnisse konnten besser kompensiert werden. Und so fiel postwendend 90 Sekunden später durch ein Alleingang von Pia Clauberg der 2:5 Anschlusstreffer. Kaarst nun am Drücker, doch erneut geschwächt durch eine fragwürdige 5 Minutenstrafe. Mit diesem 2:6 aus Kaarster Sicht ging es in die Pause. Die hohen Temperaturen setzten der jungen Kaarster Truppe weniger zu als Berlin. Und so legte man auch gleich zu Beginn des letzten Spielabschnittes nochmal zu.
Julia Baumgartner markierte nach einem Pass von Kinjal Köhler nicht nur das 3:6 sondern auch ihren ersten Treffer für Kaarst.

Die Eagles nun deutlich stärker, mit mehr Druck und Zug zum Tor. Endlich wurde der Ball laufen gelassen. Pia Clauberg markierte in der 47.Minute auf Zuspiel von Sarah Kazubek den 4:6 Anschlusstreffer. Berlin nun nur noch aufs Konterspiel konzentriert, zu viel Kraft hatte das Spiel bis dato gekostet. Jukia Jewasinski machte ihren Job gut und hielt ihre Eagles weiterhin im Spiel.

 

Einige Großchancen konnten noch erspielt werden, aber er dauerte bis zur 57. Minute ehe Sarah Kazubek ein Break zum 5:6 unterbringen konnte. Doch eine Unachtsamkeit am Bully brachte 12 Sekunden später erneut Jubel auf Berliner Seite. Die Speewölfe machten das 7:5. Es wurde hektisch, Kaarst setzte nochmal alles daran das Spiel zu wenden. Als Kinjal Köhler in der 58. Miunte auf Zuspiel von Geburtstagskind Stefanie Mende zum 6:7 aus Kaarster Sicht traf, wurde es nochmal kurz spannend, allerdings recht kurz spannend. Eine erneute fragwürdige Entscheidung brachte Berlin in den letzten 72 Sekunden eine Überzahl. Kaarst kämpfte, aber ohne Happy End.
Einen Kommentar zum Spiel wollten beide Kaarster Trainer nicht abgeben und definitiv nichts zu der Leistung eines einzelnen Schiedsrichters sagen.
Aber Berlin ist ja bekanntlich immer eine Reise wert.
So wurde im Anschluss am Alexanderplatz in einem der größten Restaurants Berlins gemeinsam gegessen um am Abend in der Hotelbar den Geburtstag von Stefanie Mende ausklingen zu lassen und in den Geburtstag von Kinjal Köhler reinzufeiern.

So ging es Sonntag Morgens nach einer kleinen Sightseeingtour aus dem Bus heraus zum Abschluss noch zum Brandenburger Tor, bevor sich der Eagles Tross wieder Richtung Heimat machten.

Nun hat das Team eine längere Erholungsphase vor sich, ehe es am 6.September bei den Menden Mambas weitergeht.
Sicherlich ein tolles Erlebnis war für das Damenteam die Begleitung dieses Auswärtsspieles durch das Internetportal NRW-HOCKEY.de, die von diesem Wochenende ein Roadtrip Movie erstellen werden, welches in den nächsten Wochen auf diesem Portal erscheinen wird.

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NRW-HOCKEY.DE bei der Arbeit

Fotos: NRW-HOCKEY.DE, Holger Rosorius

Spielverlauf und Aufstellung: Daten der Begegnung beim ISHD