(VON JENS PETERS)
 
Die 2. Bambini gewinnen schon Ihr viertes Spiel in diesem Jahr.
Nach dem ersten Sieg in einem Meisterschaftsspiel mit 3:2 in Pulheim am letzten Wochenende und den beiden Siegen in der Vorbereitung in Hilden und Köln, gewann man am Sonntag mit 7:6 bei den Highlandern in Lüdenscheid. Der Sieg ist aus zwei Gründen bemerkenswert -mit Hannes, David, Jona, Nala, Nic, Vannessa, Samia, Konstantin fehlen die meisten älteren Kinder und Leistungsträger und da Anton frei bekam und Amelie in der 2. Schüler spielen durfte, gaben Constantin und Semi Ihr geteiltes Debüt in Tor. Beide Torhüter hielten ohne Fehl und Tadel.
Da Lüdenscheid eine Mannschaft im Aufbau ist, die genau wie Köln und Hilden (noch) nicht am Spielbetrieb teilnehmen, wurde im Vorfeld vereinbart, dass die Highlander mit einem jungen Schülerspieler spielen dürfen. Zudem war es klar, dass ein Lüdenscheider Junge schon für Menden im Spielbetrieb mit einigen Toren erfolgreich war. Deshalb und weil fast zwei Reihen an Leistungsträgern ausfielen, brachte der Kaarster Coach zwei große Brüder als Verstärkung mit: Kian aus der Bambini 1, der sich mit Eric von den Highlandern egalisierte, und Alexander, der als Jungschüler des Jahrgangs 2012 sein erstes Spiel überhaupt machte. Schon die Mannschaftsaufstellung durch den Stadionsprecher schien den (meisten) Kindern Spaß zu machen.
Hinein ins erste Drittel: Es begann mit 5 schnellen Toren in den ersten 4 Wechseln und einer 3:2 Führung für Lüdenscheid. Allerdings beruhten je 2 Tore auf beiden Seiten auf ein Missverständnis: Jeweils die starken Eric und Kian trafen auf die eher schwächeren Gegenspieler und erzielten so jeweils 2 Tore. Davon hatten aber die 6 Mitspieler der beiden nichts und so wurde vereinbart, dass sich ab sofort die älteren und erfahreneren Kinder in der jeweils 1. Reihe und die jüngeren in einer 2. Reihe treffen. Das Spiel lief danach, wie so oft: Es war fast ausgeglichen, aber die Lüdenscheider waren im Durchschnitt in jeder Reihe älter und damit um je ein Tor besser. Mit den vier „Missverständnis-Toren“ stand es also 2:4 aus Kaarster Sicht.
Im zweiten Drittel steigerte sich die erste Reihe und spielte nun leicht überlegen. Aber es fielen dort keine Tore mehr. In der zweiten Reihe hatte Assistant-Kapitän Gregor seinen großen Durchbruch und erzielte mit zwei Toren das 4 zu 4. Leider fiel eine Sekunde vor Drittelende wieder das 5:4 für Lüdenscheid. Coach Jens stellte wieder um: Gregor wurde für seine gute Leistung in die 1. Reihe befördert und sollte dort als 3. Stürmer mit dafür sorgen, dass die 1. Reihe sich endlich mit Toren belohnt. Dafür wechselte die – im Vergleich zu ihren Mitspielern – „Riesin“ Julia in die 2. Reihe, weil die Lüdenscheider immer 3 größere Spieler in Ihrer zweiten Reihe hatten. Damit wurde der Kapitän des Tages Max in der 2. Reihe defensiv entlastet und die jungen Spieler auch „psychologisch gesehen“ („Oh, wir haben jetzt auch einen großen bei uns“) entlastet.
Und tatsächlich ging dieser Plan am Ende perfekt auf: Die erste Reihe mit Kian, Mika, Alexander, Gregor schossen nun Tore. Und auch in der zweiten Reihe hatten selbst die Kleinsten nun immer mehr Torchancen. Im vorletzten Wechsel der Partie schoss Kian die Crash Eagles mit 7:6 in Führung. Und die zweite Reihe mit Julia und Max in der Veteidigung und den allerjüngsten mit Jonas, Jakob, Gloria und Zehao  im Wechsel im Sturm hielten den Ball in den letzten anderthalb Minuten weit vom eigenen Tor entfernt. Und da sich die fairen Gastgeber auch in diesem Wechsel an die Verabredung hielten und keine besseren Spieler auf das Feld brachten, blieb es für Lüdenscheid bei dieser für sie sehr unglücklichen Niederlage.
In den nächsten drei Spielen wird die junge Mannschaft aber wieder Lehrgeld bezahlen müssen: Viele Kinder fehlen und es wartet zweimal der Tabellenführer aus Krefeld, der Pulheim zuletzt mit eigenen dreieinhalb Reihen mit 20:1 und 20:3 geschlagen hat. Und auch der Gegner im Freundschaftsspiel aus Erftstadt hat meistens eher ältere Spieler. Also:
 
Let the eagles fly denn eagles fly together